Lasowice
Wielkie, April 2006
Motto:
„Es gibt keine höhere Regel,
als sich auf das Gespräch zu öffnen,
sich auf das Denken der Anderen zu öffnen.“
Hans Georg Gadamer – Prof. Philosophie
Universität Heidelberg
Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist mir eine große Ehre an dem besonderen Ort - auf dem Schloß Hambach
einen Vortrag zu halten .Genau hier, im Jahre1832 fand eine große Feier
statt, eine Feier die tausende Menschen, besonders Deutschen und Polen,
unter den Fahnen und Parolen der Eincheit Deutschlands, Friedens der Völker
und einer neuen demokratisch - liberalen politischen Ordnung in Europa
versammelte.
Genau hier erschienen zum ersten mal und wurden die Farben der Fahne Deutschlands
gegründet.
Genau hier traffen sich die Präsidenten Frankreichs, Deutschlands, Polens.
Genau hier im Februar 1996 unterschrieben der ehermalige Wojewode R. Zembaczyński
und der Ministerpräsident Rheinland-Pfalz Herr Kurt Beck einen Vertrag
der Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern.
In diesem Jahr feiern wir das 10 Jubiläum dieses Ereignisses.
Auch hier wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen den Kreislanden Kluczbork
und Bad Dürkheim unterschrieben., was den weiteren Partnerschaften zwischen
den Städten Kluczbork und Bad Dürkheim, Gemeinde Wołczyn und Gemeinde
Haßloch, Gemeinde Byczyna und Gemeinde Deidesheim diennten.
Die einziege Gemeinde, die keine Partnerschaft hatte, waren wir - die
Gemeinde Lasowice Wielkie. Heute sind wir stolz darauf, dass die Gemeinde
Grünstadt Land und Lasowice Wielkie, dank der Bewiligung beider Gemeinderates,
uns auf diesen historischen Ort führten, um die Partnerschaft zu untrschreiben.
„Ende gut, alles gut“.
Aus dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei allen Politikern
des Landkreises Bad Dürkheim und allen Beigeordneten beider Gemeinden
für ihre Bedechtigkeit und Weitsichtigkeit bedanken, weil „es keine höhere
Regel, als sich auf das Gespräch zu öffnen“ gibt. Und das ist das Hauptziel
einer guten Partnerschaft.
Im Vorwort „Der Karte der Grundrechte der Europäischen Union” lesen wir,
dass die Völker Europas eine friedliche, auf Grund gemeinsamen Werten,
Zukunft schaffen sollen. Die morale und geistige Erbe jedes Volkes soll
ein unlösbares, allgemeines, gleiches, solidäres, demokratisches Vereinigtes
Europa bauen.
Weil Polen heute ein Mitglied des Vereinigten Europa ist und sich den
zitierten Rechten anpasste, allen ,die uns um den Sinn einer Partnerschaft
fragen, sagen wir: Eine Partnerschaft hat immer noch, sogar in Vereinigten
Europa, einen Sinn und eine Begründung.
Unsere Partnerschaft brachte uns hier auf das Schloß Hambach. Hier sprechen
wir miteinander, versuchen uns zu verstehen, zu vertrauen, ganz einfach
- hier möchten wir uns besser kennenlernen.
In Ramen der Partnerschaft sollen wir uns auch bewusst machen, wie dünn
der Faden zwischen dem Patriotismus und Volkgebundenheit ist.
„Heimat bedeutet mehr als Volk. Heimat ist ein moraler Bund, in einer
Heimat können mehrere Völker existieren“. So lehrt uns Professor Priester
J. Tilszner, Autor der polnischen Ethik „Die Solidarität“
Die Idee der Solidarität, seiner Meinung nach, bedeutet: „Last den Menschen
gegenseitig tragen.“
Den Kern der Partnerschaft aufknöpfend, möchte ich hier die moralische
Autorität Marion Gräfin von Donhoff aufrufen. Sie brachte sehr viel für
die Versöhnung unserer Völker bei und über die verlorene ostpreusische
Heimat schrieb sie: „Lange Zeit hoffte ich, dass ein Wunder geschieht,
unabhängig von der Bewustsein der Helligkeit eines Tages, gibt es auch
nächtliche Träume.“
Und als sie schon siecher war, das kein Wunder geschieht, stellte sie
fest: “ Vielleicht ist das die größte Stufe der Liebe, lieben ohne die
Liebe zu besitzen“
Partnerschaft kann man mit einer Verlobungszeit vergleichen, die auf
Vertraung und Voraussehung beruht.
In einer Partnerschaft gibt es keine Tabuthemen.
Die Partnerschaft ist erst der erste Schritt zum Ziel, zum friedlichen
Zusammenleben und besserer Zukunft unserer Völker, Bewohner userer Gemeinden.
Wir wollen an der Realisierung dieses Zieles Teil nehmen..
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